
Lektorat oder Korrektorat: Was braucht mein Text eigentlich? Diese Frage höre ich oft. Und sie ist alles andere als trivial, denn die beiden Begriffe werden im Alltag munter durcheinandergeworfen. Dabei beschreiben sie zwei verschiedene Leistungen mit unterschiedlichen Zielen und unterschiedlichem Anspruch an den Text.
Wer den Unterschied kennt, kann besser einschätzen, was sein Text gerade braucht. Und wer das weiß, trifft die richtige Entscheidung – bevor der Text in Druck geht, online veröffentlicht wird oder den Schreibtisch einer Führungskraft erreicht.
Korrektorat: Der scharfe Blick am Ende
Stellen Sie sich vor, Sie haben wochenlang an einem Jahresbericht gearbeitet. Inhalt steht, Struktur passt, Ton stimmt. Jetzt soll das Ding raus, aber vorher möchten Sie sichergehen, dass sich kein „die/der“-Dreher eingeschlichen hat, kein Komma fehlt und die Eigennamen überall gleich geschrieben sind.
Genau dafür ist das Korrektorat da. Es prüft:
- Rechtschreibung, Grammatik, Zeichensetzung
- Worttrennungen und Typografie (die richtigen Anführungszeichen, Binde- und Gedankenstriche)
- Einheitliche Schreibweisen bei Namen, Abkürzungen und Maßangaben
- Formale Vollständigkeit – also: Fehlt ein Wort? Ist ein Satzzeichen verschwunden?
Das Korrektorat ist die Qualitätskontrolle am Ende der Produktion. Nicht weniger, aber auch nicht mehr.
Lektorat: Wenn der Text noch werden darf
Jetzt ein anderes Szenario: Sie haben einen Förderantrag geschrieben. Oder eine Imagebroschüre. Oder den dritten Entwurf eines Textes, der irgendwie noch nicht zündet. Sie wissen nur nicht genau warum.
Hier kommt das Lektorat ins Spiel. Es umfasst alles, was das Korrektorat leistet, geht aber deutlich weiter:
- Ist der Text verständlich? Auch für Menschen, die nicht täglich in Ihrem Thema stecken?
- Fließt er? Oder stolpert man alle drei Sätze?
- Gibt es Stellen, die sich wiederholen, ohne dass es etwas bringt?
- Passt der Ton von Anfang bis Ende?
Das Lektorat ist kein Rotstift-Massaker. Es ist ein konstruktives Vieraugengespräch mit Ihrem Text, mit dem Ziel, das Beste herauszuholen, was schon drin steckt. Und weil Fehlerfreiheit dabei keine Frage des Pakets sein sollte: Das Korrektorat ist bei mir immer im Lektorat enthalten.
Die Kurzformel
Text ist inhaltlich fertig und braucht einen letzten Check? → Korrektorat
Text soll nicht nur korrekt, sondern wirklich gut sein? → Lektorat
Im Zweifel empfehle ich das Lektorat. Nicht weil es teurer ist, sondern weil die meisten Texte mehr Potenzial haben, als ihre Autorinnen und Autoren ahnen.
Noch nicht sicher, was Ihr Text braucht?
Kein Problem! Das ist ja genau mein Job. Auf meiner Website finden Sie Richtwerte zu den Kosten. Und wenn Sie direkt wissen möchten, was Ihr Text braucht und was das kostet: Schreiben Sie mir einfach. Ich schaue mir Ihren Text an und erstelle Ihnen ein unverbindliches Angebot.
Neugierig geworden?
Erfahren Sie mehr über mein Angebot als Lektorin unter Angebote oder schreiben Sie mich an.
